Home
DE   FR   IT

Fachtagung des SZSV am Dienstag, 15. Mai 2012 in Nottwil

Podiumsdiskussion zum Thema Dienstpflicht

Nach dem dreitägigen Seminar 2011 organisiert der Schweizerische Zivilschutz-verband (SZSV) heuer eine ganztägige Fachtagung, und zwar am Dienstag, 15. Mai im Paraplegikerzentrum Nottwil. Highlights werden das Referat zum «Zivilschutz 2015 +» und vor allem die nachmittägliche Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung zum Thema Dienstpflicht sein. Geleitet wird diese von TV-Moderator Reto Brennwald, als Teilnehmer bereits fest stehen derzeit Peter Malama, Nationalrat und Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission sowie Brigadier Jean-Paul Theler, Chef Personelles der Armee.

Für SZSV-Mitglieder kostet die Tagung inklusive Kaffee, Gipfeli, Apéro und Mittagessen (ohne Getränke) 150 Franken, für Nichtmitglieder 250 Franken. Anmeldungen sind bis 5. März zu richten an die Stadt Zürich, Schutz und Rettung, Cornelia Greif, via Tel. 044/411 22 29, Fax 044/411 24 45 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Anmeldungen zum Downloaden: PDF oder Word-Datei


 

Zivilschutz Schweiz 4/2011

Zivilschutz Schweiz 4/2011

Das Gesetz führt eine jährliche Obergrenze ein von 40 Tagen

2012 tritt das revidierte Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz (BZG) in Kraft. «Zivilschutz Schweiz» geht in der aktuellen Nummer der Frage nach, was die Revision an konkreten Neuerungen bringt. Im Porträt zeigen wir den Sumiswalder Samuel Hinden, der mehr als vier Jahrzehnte für den Zivilschutz im Einsatz war. Und wir zeigen, welche Auswirkungen die zunehmende Mobilität der Bevölkerung auf die Arbeit der Zivilschutzorganisationen hat.

Zivilschutz Schweiz 4/2011 [PDF]

 

Pius Segmüller bleibt bis zur GV 2012 Präsident

Nach der überraschenden Nichtwiederwahl von Präsident Pius Segmüller in den Nationalrat am 23. Oktober hat der SZSV-Vorstand an seiner letzten Sitzung aus aktuellem Anlass über das weitere Vorgehen diskutiert. Dabei sind der Vorstand und Pius Segmüller übereingekommen, dass der Luzerner den Verband noch bis zur Generalversammlung am 20. April 2012 in Luzern leiten und dann das Präsidium abgeben wird. Der Tenor war einhellig: Der Schweizerische Zivilschutzverband braucht «eine Stimme in Bern», der Präsident hat zwingend Mitglied des Bundesparlamentes zu sein und in dieser Funktion idealerweise auch Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK). Nur so ist gewährleistet, dass die Anliegen und Interessen des SZSV in Bundesbern auch adäquat vertreten werden.
Im Vorstand ist man bemüht, auf die Generalversammlung hin einen Kandidaten zu präsentieren, der dieses Anforderungsprofil erfüllt. Es versteht sich, dass die Nichtwiederwahl von Pius Segmüller und die daraus resultierenden Konsequenzen im Vorstand allenthalben bedauert werden.


Postulat

SZSV-Präsident und Nationalrat Pius Segmüller hat Mitte Juni ein Postulat eingereicht, mit welchem er die Landesregierung zu prüfen ersucht, ob und wie diese sicherstellen könne, dass der Zivilschutz über zeitgemässe Ausrüstung verfüge und dass die Zusammenarbeit zwischen Kantonen und Bund im Bereich Zivilschutz verbessert werden könne.

Lesen Sie hier den ganzen Vorstoss-Text.
Vielen Dank für Ihr Interesse.


Die Rolle der Frau im Zivilschutz im Kanton Waadt

Weltweit wird dieses Jahr «die Rolle der Frau im Zivilschutz und der zivilen Verteidigung» gewürdigt. Lange Zeit war dieser Einsatz ausschliesslich den Männern vorbehalten. In den Rängen des Zivilschutzes finden sich aber auch Frauen, die sich mit Hingabe und Begeisterung engagiert haben. Ein Blick auf das Waadtland…

Bereits 1969 konnte im freiwilligen Instruktorenkurs des Sanitätsdienstes mit Yvette Burgat die erste Frau begrüsst werden. Siebzehn Jahre später rückt sie auf zum «ständigen Instruktor» beim Waadtländer Zivilschutz. In einem Interview mit der Tagespresse wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass sie die erste Frau in einer derartigen Stellung sei. Ganz zu Beginn ihrer Laufbahn stand das Bedürfnis, der Allgemeinheit zu dienen und schlichtweg zu wissen, was bei einem Unfall zu tun sei. Begeistert von der Vielzahl der Aufgaben des ZS spezialisierte sie sich auf den Rettungsdienst (Sanität). Sie wird «Sanitätschef» der Gemeinde Morges und führt 1988 in enger Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz einen Kurs für das Pflegepersonal der sanitätsdienstlichen Schutzanlagen ein.

Frau Burgat – unterdessen im Ruhestand – erinnert sich sehr gern zurück. «Bisweilen musste man unter Beweis stellen, dass man besser war, um als ebenbürtig, als Kollege angesehen zu werden. Es gab keine weibliche Bezeichnung der Funktionen, aber das störte mich nicht.» Sämtliche Weiterbildungen standen ihr offen. In der Praxis führte ihre weibliche Sicht der Dinge bisweilen dazu, dass eine anderer Lösungsweg in Betracht gezogen wurde.

In den 90er-Jahren führte auch die Region Aigle eine Neuerung ein: Armande Rochat wurde zur «Ortschefin » ernannt. Diese Funktion entspricht derjenigen eines Kommandanten in der aktuellen Struktur der Waadtländer ORPC (Organisation Régionale de Protection Civile).

2010 wurde Frau Corinne Brandt als Stellvertreterin des Kdt des ORPC in Lausanne-Est ernannt – erneut eine Premiere in der Westschweiz. «Es gibt nicht genug Frauen im Zivilschutz», hat sie mir eines Tages anvertraut. «Die Sensibilität der Frauen, auch ihre privaten Erfahrungen bergen ein grosses Potenzial für Reflexionen und Führungsaufgaben». Auch sie ist nur zufällig zum ZS gestossen und war sofort begeistert von der Vielzahl an Aktivitäten. Frau Brandt findet ihr Engagement, das ganz konkret mit der Katastrophe von Gondo begonnen hat, sinnvoll. Der Umstand, eine Frau zu sein, war nie ein Hindernis. «Wichtig ist, seine natürliche Weiblichkeit zu bewahren und professionell zu agieren. Es ist aber auch so, dass ich immer sehr viel für meine Ausbildung getan habe, ich wollte den Anforderungen gewachsen sein!» Der Kdt des ORPC in Lausanne-Est, Herr Jean-François Delessert, schätzt im Alltag die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Frau Brandt: «Jeder kennt seinen Platz und seinen Verantwortungsbereich. Wir haben nicht immer die gleichen Ansichten, finden aber stets einen guten Kompromiss. Die Vorteile? Für eine Frau sind die menschlichen Beziehungen, die Sorgen der Menschen und deren Sicherheit sehr wichtig. Sie ist ganz selbstverständlich dazu bereit, sich mit Leib und Seele dem Wohle aller zu verschreiben.» Weitere Vorteile seien das stete Streben nach der besten Lösung, die Sorgfalt bei der Erarbeitung und die Sorge, nichts zu vergessen.

Laut Frau Brandt kennen die Frauen die Einsatzmöglichkeiten nicht gut genug. «Dabei gibt es so viele Themenbereiche zu entdecken. Es braucht nur ein wenig Neugier und Begeisterungsfähigkeit, um sich verwirklichen zu können!»
Vanessa Maurer
Abteilung Kommunikation des Waadtländer ZS

 

 
[ WERBUNG ]
Banner
––––––––––––––––––––