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Infos aus erster Hand für das Zivilschutzkader

Engagierte Fachtagung des SZSV in Nottwil

Die Technische Kommission hatte eingeladen, und 170 Interessierte Zivilschutzkader sorgten dafür, dass die jährliche Fachtagung schon im Voraus ausverkauft war. Dabei war am 15. Mai im Paraplegikerzentrum Nottwil die Zukunft des Zivilschutzes ganz allgemein genauso ein Thema wie der Strategiebericht Bevölkerungsschutz und Zivilschutz 2015+. Selbstverständlich gabs aus erster Hand auch Neues aus dem BABS zu erfahren.

Ausführlicher Bericht unter «Fachtagung».


Generalversammlung 2012

Ehrenmitgliedschaft für Anet und Segmüller

Ein neuer Präsident in der Person von Nationalrat Walter Müller und einige weitere Rochaden im Vorstand: An der Spitze des SZSV gibt es nach der Generalversammlung 2012 in Luzern einige Wechsel zu verzeichnen. Pius Segmüller und Claude Anet wurden zu Ehrenmitgliedern des Zivilschutzverbandes ernannt. Darüber hinaus blieb dank der guten Organisation durch die ZSO Pilatus auch viel Zeit für Gesellschaftliches.

Ausführlicher Bericht unter «Veranstaltungen > Generalversammlung».


Walter Müller neuer SZSV-Präsident

An der Generalversammlung des Schweizerischen Zivilschutzverbandes am Freitag, 20. April 2012, in Luzern ist der St. Galler FDP-Nationalrat und Landwirt Walter Müller zum Verbandspräsidenten gewählt worden. Er ersetzt den Luzerner alt Nationalrat Pius Segmüller.

Der 63-jährige Walter Müller, Nationalrat der FDP.Die Liberalen, ist der neue Präsident des Schweizerischen Zivilschutzverbandes (SZSV). Müller ist seit 2003 Nationalrat und seit 2007 auch Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) im Parlament. Müller betonte an der Generalversammlung, dass für ihn der Schutz der Bevölkerung eine sehr edle und wichtige Aufgabe sei. «Ein moderner und gut ausgerüsteter Zivilschutz leistet einen unverzichtbaren Beitrag für den Sicherheitsverbund Schweiz», sagte Müller, nachdem ihn die 109 Anwesenden im Luzerner Verkehrshaus einstimmig zum Nachfolger von Pius Segmüller gewählt hatten. Sicherheit bedeute auch Lebensqualität und sei eine wesentliche Voraussetzung für eine leistungsfähige Gesellschaft. Walter Müller ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Gemeinsam mit seinen Söhnen und seiner Gattin bewirtschaft er den Riethof in Azmoos.
Die Neubesetzung des Präsidiums war nach der überraschenden Nichtwiederwahl von Präsident Pius Segmüller in den Nationalrat letzten Herbst notwendig geworden. Der Tenor im SZSV-Vorstand – im Einverständnis mit Pius Segmüller – war einhellig gewesen: Der Verband braucht «eine Stimme in Bern», der Präsident hat zwingend Mitglied des Bundesparlamentes zu sein und in dieser Funktion idealerweise auch Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK). Walter Müller, der neue Präsident, erfüllt diese Voraussetzungen.
 


Zivilschutz Schweiz 2/2012

Zivilschutz Schweiz 2/2012Eine Debatte mit offenem Visier

Im Interview nimmt Martin Erb, Chef Technische Kommission des SZSV, Stellung zur Vernehmlassung bezüglich «Strategiebericht Bevölkerungsschutz und Zivilschutz 2015+». Im Namen des Verbandes fordert Erb eine tabulose Debatte unter Einbezug aller Partner im Bevölkerungsschutz. «Gewisse Lösungsansätze» zeige der Bericht zwar auf, sagt Erb. Aber letztlich sei das Papier «ein Strategiebericht ohne Strategie» und mit nur geringem visionärem Ansatz.

Zivilschutz Schweiz 2/2012 [PDF]


Der Jahresbericht 2011
von SZSV-Präsident Pius Segmüller

Das letzte Verbandsjahr war unter anderem geprägt durch eine neue Präsidentschaft, was aber im Vorstand zu keinen grossen Veränderungen führte. Viel wichtiger war, dass eine Kerngruppe aus dem SZSV-Vorstand die Situation des Zivilschutzes in diesem Land analysierte und sich Überlegungen machte, in welche Richtung der Verband künftig vermehrt tätig sein muss.

Folgende Schwerpunkte kristallisierten sich dabei heraus:

  • Es ist eine permanente Plattform zwischen SZSV-VBS respektive SZSV und BABS zu installieren. Dieser Austausch kann und muss noch verbessert werden.
  • Der SZSV muss vermehrt zur Drehscheibe werden für Anliegen des Zivilschutzes.
  • Das Leistungspotenzial des Zivilschutzes muss für Partner wie Feuerwehr oder Armee eindeutiger erkennbar sein und in allen Kantonen einheitlicher werden. Zu einem einheitlichen Auftritt gehört erst recht auch das entsprechende Material.
  • Der SZSV muss auf die politischen Akteure von Bund und Kantonen vermehrt Einfluss nehmen und sich noch besser und gezielter vernetzen.
  • Der Zivilschutz soll öfter und stärker wahrgenommen werden. Die Öffentlichkeitsarbeit ist entsprechend zu verstärken.

Folgendes bin ich als Präsident gemeinsam mit dem Vorstand angegangen:

  • Wir haben eine institutionalisierte Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Feuerwehrverband eingeführt. Das erste Treffen mit Präsident Laurent Wehrli fand Anfang Januar 2012 statt. Dabei durften wir feststellen, dass auch der Schweizerische Feuerwehrverband einen grösseren Schulterschluss befürwortet.
  • Wir lancierten eine Plattform mit dem VBS (Bundesrat Ueli Maurer und Botschafter Christian Catrina) und dem BABS (Direktor Willi Scholl). Jährlich zweimal treffen sich Präsident und Vizepräsident des SZSV mit VBS- und BABS-Leitung, um Anliegen des Zivilschutzes zu erörtern.
  • Wir haben unseren Internetauftritt und die Verbandszeitschrift «Zivilschutz Schweiz» professionalisiert. Letztere erscheint nun vierteljährlich, dreisprachig und mit einem Umfang von 16 Seiten. Unseren Internetauftritt (www.zivilschutz-schweiz.ch) haben wir überarbeitet und modernisiert. Er beinhaltet neu einen Newsletter, den sogenannten «Z-Letter» sowie ein Forum, in welchem Interessierte sich rund um Themen des Zivilschutzes unterhalten können. Dessen Nutzung lässt aber noch zu wünschen übrig.
  • Wir haben die ZSO’s vermehrt aufgerufen und werden dies auch weiterhin tun, in den Medien über ihre Einsätze und auch über ihre Ausbildung zu berichten. Der Präsident wiederum soll sich vermehrt bei den ZSO’s zeigen, um sie und ihre Anliegen zu spüren und diese dann auch entsprechend vertreten zu können.
  • Das Fachseminar des SZSV in Schwarzenburg war ein Erfolg; Martin Erb wird darüber berichten. Ihm und seiner technischen Kommission gebührt Dank; seine Equipe ist daran, das nächste eintägige Seminar vom 15. Mai 2012 vorzubereiten, das in Nottwil stattfindet.
  • Wir haben mit einer kleinen Arbeitsgruppe unter der Leitung von Martin Erb den Bericht des Bundesrats zur «Strategie Bevölkerungsschutz und Zivilschutz 2015+» ausgewertet und im Namen des SZSV und seiner Mitglieder eine Vernehmlassung abgegeben.
  • Die Generalversammlung in Laufenburg war kameradschaftlich und kulturell ein Erfolg. Besten Dank an die Organisatoren.
  • Der Präsident hat in der Junisession 2011 ein Postulat im Nationalrat eingereicht: «Zivilschutz. Zeitgerechte Ausrüstung und bessere Koordination zwischen Bund und Kantonen.» Der Bundesrat hat das Postulat Ende August angenommen. Es gilt nun, darüber zu wachen, was der Bundesrat mit diesem Vorstoss macht.
  • Unter der Leitung von Vizepräsident Franco Giori haben wir eine Vernehmlassung der Zivilschutzverordnung verfasst.
  • Weil ich nicht mehr in den Nationalrat gewählt wurde, hat der Vorstand im Einvernehmen mit dem Präsidenten entschieden, einen neuen Parlamentarier als Präsidenten des SZSV zu suchen, welcher Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) ist. Somit ist gewährleistet, dass die Verbandsanliegen durch den Präsidenten in Bern auch entsprechend eingebracht werden können.
  • Ein grosses Anliegen des SZSV muss es künftig sein, die Westschweiz und auch den Tessin vermehrter einzubinden.
  • Ebenfalls sind die Regionenvertreter der ZSO’s im Vorstand zu stärken. Der Vorstand muss sich darüber noch vermehrter Gedanken machen.
  • Die Materialkoordination zwischen den Kantonen beschäftigte vor allem Daniel Enzler. Ein Bereich, in welchem zaghafte Fortschritte gemeldet werden können. Besten Dank an Daniel Enzler.
  • Danke auch an das BABS für die gewährte Unterstützung: Finanziell, mittels Übersetzungen und der Anwesenheit von Christoph Flury im SZSV-Vorstand.

Schweizerischer Zivilschutzverband
Pius Segmüller, Präsident


In dieser Debatte darf es keine Tabus geben

Der Vorstand des SZSV hat seine Vernehmlassung zum «Strategiebericht Bevölkerungsschutz und Zivilschutz 2015+» verabschiedet. Darin fordert der Verband tabuloses Denken unter Einbezug aller Partner im Bevölkerungsschutz und spart auch nicht an Kritik am Bericht.

Lesen Sie das Dokument im Wortlaut (pdf).

 

 


Fachtagung des SZSV am Dienstag, 15. Mai 2012 in Nottwil

Podiumsdiskussion zum Thema Dienstpflicht

Nach dem dreitägigen Seminar 2011 organisiert der Schweizerische Zivilschutz-verband (SZSV) heuer eine ganztägige Fachtagung, und zwar am Dienstag, 15. Mai im Paraplegikerzentrum Nottwil. Highlights werden das Referat zum «Zivilschutz 2015 +» und vor allem die nachmittägliche Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung zum Thema Dienstpflicht sein. Geleitet wird diese von TV-Moderator Reto Brennwald, als Teilnehmer bereits fest stehen derzeit Peter Malama, Nationalrat und Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission sowie Brigadier Jean-Paul Theler, Chef Personelles der Armee.

Für SZSV-Mitglieder kostet die Tagung inklusive Kaffee, Gipfeli, Apéro und Mittagessen (ohne Getränke) 150 Franken, für Nichtmitglieder 250 Franken. Anmeldungen sind bis 5. März zu richten an die Stadt Zürich, Schutz und Rettung, Cornelia Greif, via Tel. 044/411 22 29, Fax 044/411 24 45 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Anmeldungen zum Downloaden: PDF oder Word-Datei


Pius Segmüller bleibt bis zur GV 2012 Präsident

Nach der überraschenden Nichtwiederwahl von Präsident Pius Segmüller in den Nationalrat am 23. Oktober hat der SZSV-Vorstand an seiner letzten Sitzung aus aktuellem Anlass über das weitere Vorgehen diskutiert. Dabei sind der Vorstand und Pius Segmüller übereingekommen, dass der Luzerner den Verband noch bis zur Generalversammlung am 20. April 2012 in Luzern leiten und dann das Präsidium abgeben wird. Der Tenor war einhellig: Der Schweizerische Zivilschutzverband braucht «eine Stimme in Bern», der Präsident hat zwingend Mitglied des Bundesparlamentes zu sein und in dieser Funktion idealerweise auch Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK). Nur so ist gewährleistet, dass die Anliegen und Interessen des SZSV in Bundesbern auch adäquat vertreten werden.
Im Vorstand ist man bemüht, auf die Generalversammlung hin einen Kandidaten zu präsentieren, der dieses Anforderungsprofil erfüllt. Es versteht sich, dass die Nichtwiederwahl von Pius Segmüller und die daraus resultierenden Konsequenzen im Vorstand allenthalben bedauert werden.


Postulat

SZSV-Präsident und Nationalrat Pius Segmüller hat Mitte Juni ein Postulat eingereicht, mit welchem er die Landesregierung zu prüfen ersucht, ob und wie diese sicherstellen könne, dass der Zivilschutz über zeitgemässe Ausrüstung verfüge und dass die Zusammenarbeit zwischen Kantonen und Bund im Bereich Zivilschutz verbessert werden könne.

Lesen Sie hier den ganzen Vorstoss-Text.
Vielen Dank für Ihr Interesse.


Die Rolle der Frau im Zivilschutz im Kanton Waadt

Weltweit wird dieses Jahr «die Rolle der Frau im Zivilschutz und der zivilen Verteidigung» gewürdigt. Lange Zeit war dieser Einsatz ausschliesslich den Männern vorbehalten. In den Rängen des Zivilschutzes finden sich aber auch Frauen, die sich mit Hingabe und Begeisterung engagiert haben. Ein Blick auf das Waadtland…

Bereits 1969 konnte im freiwilligen Instruktorenkurs des Sanitätsdienstes mit Yvette Burgat die erste Frau begrüsst werden. Siebzehn Jahre später rückt sie auf zum «ständigen Instruktor» beim Waadtländer Zivilschutz. In einem Interview mit der Tagespresse wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass sie die erste Frau in einer derartigen Stellung sei. Ganz zu Beginn ihrer Laufbahn stand das Bedürfnis, der Allgemeinheit zu dienen und schlichtweg zu wissen, was bei einem Unfall zu tun sei. Begeistert von der Vielzahl der Aufgaben des ZS spezialisierte sie sich auf den Rettungsdienst (Sanität). Sie wird «Sanitätschef» der Gemeinde Morges und führt 1988 in enger Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz einen Kurs für das Pflegepersonal der sanitätsdienstlichen Schutzanlagen ein.

Frau Burgat – unterdessen im Ruhestand – erinnert sich sehr gern zurück. «Bisweilen musste man unter Beweis stellen, dass man besser war, um als ebenbürtig, als Kollege angesehen zu werden. Es gab keine weibliche Bezeichnung der Funktionen, aber das störte mich nicht.» Sämtliche Weiterbildungen standen ihr offen. In der Praxis führte ihre weibliche Sicht der Dinge bisweilen dazu, dass eine anderer Lösungsweg in Betracht gezogen wurde.

In den 90er-Jahren führte auch die Region Aigle eine Neuerung ein: Armande Rochat wurde zur «Ortschefin » ernannt. Diese Funktion entspricht derjenigen eines Kommandanten in der aktuellen Struktur der Waadtländer ORPC (Organisation Régionale de Protection Civile).

2010 wurde Frau Corinne Brandt als Stellvertreterin des Kdt des ORPC in Lausanne-Est ernannt – erneut eine Premiere in der Westschweiz. «Es gibt nicht genug Frauen im Zivilschutz», hat sie mir eines Tages anvertraut. «Die Sensibilität der Frauen, auch ihre privaten Erfahrungen bergen ein grosses Potenzial für Reflexionen und Führungsaufgaben». Auch sie ist nur zufällig zum ZS gestossen und war sofort begeistert von der Vielzahl an Aktivitäten. Frau Brandt findet ihr Engagement, das ganz konkret mit der Katastrophe von Gondo begonnen hat, sinnvoll. Der Umstand, eine Frau zu sein, war nie ein Hindernis. «Wichtig ist, seine natürliche Weiblichkeit zu bewahren und professionell zu agieren. Es ist aber auch so, dass ich immer sehr viel für meine Ausbildung getan habe, ich wollte den Anforderungen gewachsen sein!» Der Kdt des ORPC in Lausanne-Est, Herr Jean-François Delessert, schätzt im Alltag die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Frau Brandt: «Jeder kennt seinen Platz und seinen Verantwortungsbereich. Wir haben nicht immer die gleichen Ansichten, finden aber stets einen guten Kompromiss. Die Vorteile? Für eine Frau sind die menschlichen Beziehungen, die Sorgen der Menschen und deren Sicherheit sehr wichtig. Sie ist ganz selbstverständlich dazu bereit, sich mit Leib und Seele dem Wohle aller zu verschreiben.» Weitere Vorteile seien das stete Streben nach der besten Lösung, die Sorgfalt bei der Erarbeitung und die Sorge, nichts zu vergessen.

Laut Frau Brandt kennen die Frauen die Einsatzmöglichkeiten nicht gut genug. «Dabei gibt es so viele Themenbereiche zu entdecken. Es braucht nur ein wenig Neugier und Begeisterungsfähigkeit, um sich verwirklichen zu können!»
Vanessa Maurer
Abteilung Kommunikation des Waadtländer ZS

 

 
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