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«Zivilschützer des Jahres 2026»: Samuel Bernhard

Er hat in hoher Eigeninitiative ein praxisorientiertes Kochbuch für den Zivilschutz entwickelt: Samuel Bernhard von der ZSO ZUER - Kp Süd. Das Werk des 46-Jährigen aus Zumikon mit dem Titel «Zum Orange Gnägi» ist auf die Anforderungen der Zivilschutzküche zugeschnitten, verbessert die Verpflegung im Einsatz spürbar und dient als ausbildnerisches Hilfsmittel für Küchenpersonal und Kader. An der Fachtagung des Schweizerischen Zivilschutzverbandes (SZSV) in Olten am 12. Mai wurde Samuel «Sam» Bernhard als «Zivilschützer des Jahres 2026» ausgezeichnet.

Vom selbst gemachten Eistee bis zum Wurst-Käse-Salat, Sam's Kalbsbrustschnitte, gefüllter Forelle oder einem Marmorgugelhopf: Die Inhalte seines Kochbuchs mit dem sinnigen Titel «Zum Orange Gnägi» lassen keine Wünsche übrig. «Sie sollen vielseitig und einfach zuzubereiten sein. Und das abbilden, was die Mannschaft wirklich gerne isst», sagte Samuel Bernhard im Rahmen der Preisverleihung an der Fachtagung des SZSV in Olten. Die Rezepturen in seinem Buch sind bewährt. Sie wurden allesamt in Feldküchen und in geschützten Anlagen getestet und kommen bei der Mannschaft gut an.

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Der glückliche Zivilschützer des Jahres 2026, Samuel Bernhard, mitsamt Kochbuch und Pokal. Er wird flankiert von SZSV-Präsidentin Isabelle Chappuis und SZSV-Vorstandsmitglied Michel Elmer.

Wie kam der frisch gekürte Zivilschützer des Jahres 2026 auf diese Idee? Der 46-Jährige aus dem zürcherischen Zumikon ist gelernter Koch und diplomierter Hotelier-Restaurateur. In den letzten Jahren wirtete Samuel Bernhard auf über 2000 Metern, in einer weit abgelegenen Berghütte – «mit vielen Wildtieren und glücklichen Gästen», wie er in Olten sagte. Seit dem Jahr 2000 im Zivilschutz, ist er bei Einsätzen für die Verpflegung verantwortlich und stellte fest, dass aus den Rekrutierungszentren immer weniger ausgebildete Köche dem Zivilschutz zugewiesen werden. Zwar gibt es laut ihm sehr viele kochaffine Dienstleistende im System, allein: «Es ist nicht das Gleiche, ob ich daheim für fünf Personen koche oder im Zivilschutz für 50.»

Deshalb die Idee mit den Rezepten in Buchform. «Ich möchte, dass die Zivilschutzleistenden es sich zutrauen, auch für 50 Personen zu kochen», sagte Bernhard im Rahmen der Preisverleihung in Olten. Sein Motto dabei: «Ohne Verpflegung keine Bewegung!» Deshalb hat er Kulinarisches aus den Küchen des Zivilschutzes in Buchform festgehalten und arbeitet aktuell daran, jede Rezeptur auf einer Website festzuhalten. Bestellt werden kann das Buch bereits heute via rezeptarchiv.ch. «Meine kulinarischen Ideen sollen zivilschutzübergreifend geteilt und das Angebot erweitert werden können», bekräftigte Bernhard.

Unter grossem Applaus der Anwesenden durfte Samuel Bernhard den Pokal aus den Händen von Moderator und SZSV-Vorstandsmitglied Michel Elmer und SZSV-Präsidentin Isabelle Chappuis in Empfang nehmen. Auf Elmers Frage gab er auch seinen persönlichen Favoriten preis, der ebenfalls im Buch zu finden ist: «Die selbstgemachten Teigtaschen mit Sauerrahmsauce.»

Die Auszeichnung «Zivilschützer/ZSO des Jahres» wurde durch den SZSV nun bereits zum achten Mal vergeben. Der frisch gekürte Zivilschützer des Jahres 2026 erhält nebst Pokal und Urkunde auch ein Preisgeld von tausend Franken. Mit ihm im Final standen Patrik Meier (Kdt ZSO Zürcher Unterland) für sein aussergewöhnliches Engagement im Rahmen einer Fusion zweier ZSOs sowie die ZSO Regio Seeland und die ZSO Thun plus mit einer gemeinsamen Kandidatur für die Weiterentwicklung ihrer ZS-Karte, eine fortschrittliche Softwarelösung zur elektronischen Lagedarstellung.

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Der glückliche Zivilschützer des Jahres 2026, Samuel Bernhard, erhält den Pokal aus den Händen von SZSV-Präsidentin Isabelle Chappuis.