Zivilschutz mit 220 Mann im Grosseinsatz
Am 5. Januar 2026 ist der Zivilschutz für den Einsatz an den Lauberhornrennen in Wengen eingerückt. Der Grosseinsatz erfolgt unter der Leitung des Zivilschutzes Interlaken-Oberhasli, wobei insgesamt 220 Mann aus elf ZSOs im Einsatz stehen.
Damit ein Einsatz von solcher Grösse bewältigt werden kann, arbeitet der Zivilschutz im Berner Oberland mit mehreren Detachementen aus verschiedenen Regionen der Schweiz zusammen. Die aufgebotenen Einsatzkräfte stammen aus den Kantonen Bern, Solothurn, Zürich und St.Gallen. Ohne den Einsatz des Zivilschutzes sind solche Grossanlässe nicht mehr durchführbar.
Im Verlaufe dieser Woche war der Zivilschutz damit beschäftigt, sämtliche Bauten für die Weltcuprennen zu errichten, den Aufbau und die Präparation der Rennstrecke sowie logistische Aufgaben wie Transporte sicherzustellen. Die Versorgung aller Einsatzkräfte gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich des Zivilschutzes. Gesamthaft werden 3'300 Manntage geleistet, die durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz bewilligt wurden. Nach den Rennen am kommenden Wochenende erfolgt nahtlos der Abbau, welcher bis zum 28. Januar dauert.
Folgende Zivilschutzorganisationen stehen am Lauberhorn im Einsatz: RZSO St.Gallen-Bodensee, RZSO Werdenberg, RZSO Olten, OPC Jura bernois, ZSO Bern plus, ZSO Ämme BE, Zivilschutz Region Langnau, Zivilschutz Region Meilen (ZH), Zivilschutz Region Langenthal, KKE Kanton Bern und Zivilschutz Interlaken-Oberhasli.
Allein der Einsatz auf der legendären Lauberhorn-Abfahrtsstrecke erfordert rund 70 Angehörige des Zivilschutzes. Auch die Führungsstruktur der Truppe kann während dieser Zeit gefestigt werden. Operativ wird der Einsatz ab dem extra dafür eingerichteten Kommandoposten in Wengen geführt. «Der Einsatz bedeutet für unsere Organisation jedes Jahr eine Herausforderung, bei welcher wir mit verschiedenen Regionen zusammenarbeiten dürfen», erwähnt Adrian Schürch, Kommandant des Zivilschutzes Interlaken-Oberhasli. Herausfordernd sind die umfassende Planung im Vorfeld, die dezentrale Anordnung der Einsatzabschnitte, die Logistik sowie die Witterung – ein Einsatz im Hochgebirge, bei welchem auch Nachteinsätze notwendig sind. «Die Zivilschützer geben ihr Bestes, damit am kommenden Wochenende die Weltcuprennen am Lauberhorn stattfinden können», sagt Schürch.
Obwohl solche Anlässe nicht zur Hauptaufgabe des Zivilschutzes gehören, ist dieser für die Durchführung von Grossanlässen unabdingbar. Schliesslich kann der Zivilschutz auch auf diese Weise den Ernstfall trainieren.






